Beschreibung
Das Buch Im Herzen Europäer+ erzählt aus dem bunten Alltag von Menschen in 28 EU-Hauptstädten,+ schenkt einen kleinen, feinen Einblick in Kultur und Wirtschaft in 28 modernen EU-Ländern,+ blickt auf Einzigartiges und Alltägliches, jenseits von Schlagzeilen und Reiseführern, + inspiriert für modernes Reisen mit Tuchfühlung,+ vermittelt Denkimpulse für's eigene Europäer sein, + sensibilisiert für gesellschaftliche Themen, u.a. Toleranz, Heimat, Interkulturalität, Multiidentitäten, Werte, Völkerverständigung, + vermittelt kompaktes Basis-Wissen über die EU+ bietet je Land ein handverlesenes Link-, Blog- und Literaturverzeichnis zu weiterführenden Informationen
Über Christa Klickermann
Gute Beziehungen liegen Christa Klickermann beruflich und privat am Herzen. Die gelernte Hotelfachfrau und Betriebswirtin gestaltete diese viele Jahre als selbstständige Marketingberaterin für Kundenmanagement. Privat lebt die 59-jährige Österreicherin, dreifache Mutter und Oma, seit 38 Jahren glücklich verheiratet. 2012 gibt sie ihren Beruf und ihre Komfortzone an der bayer-österreichischen Grenze auf und zieht mit ihrem Mann nach Hamburg. In der weltoffenen Hansemetropole gut zuhause, schreibt sie Bücher zu Themen die ihr als engagierte Frau, Mutter und Europäerin am Herzen liegen und organisiert für kundenorientierte Unternehmen Tagungen, Konferenzen und Seminare.
Leseprobe
Vorfreude statt VorwortWie schreibt man uber Europa? Über unsere riesengroße, facettenreiche Meta-Heimat? Zumal ihre Schlagzeilen uns eher dazu verleiten, diese zu ignorieren und zu beklagen anstatt sie freudig mitzugestalten? Und ich weder Politikerin, nochHistorikerin oder Wirtschaftsprofessorin bin? Am besten so, wie ich es erlebe, fuhle und verstehe als ganz normale europäische Burgerin, als Frau, Mutter und Unternehmerin,die mitten im Leben steht. Ich lade Sie ein, sich mit mir auf eine sehr persönliche Entdeckungsreise durch Europa zu begeben. Allerlei Aha-Effekte, Kopfschutteln und Staunen inbegriffen. Genießen Sie die Geschichten uber unsere XXL-Heimat am besten so, wie ich es getan habe etappenweise, in leicht verdaulichen Happen.LeseprobeMeine 2. Reisestation: Belgien, Brüssel.Vive la mixité!Brussel kennt man. Jedenfalls aus den Nachrichten. Die Stadt, in der Europa zumindest auf dem Papier gedacht und gemacht wird, in der mehr als 40.000 Menschen fur die große Idee arbeiten und in der zahlreiche Denk-, Lobbyisten- und Expertengruppen im Hintergrund Einfluss nehmen.Doch Brussel ist weit mehr als nur Europas inoffizielle Hauptstadt.April 2012. Baarle lese ich beim Vorbeifahren auf der 280 Kilometer langen Autobahnfahrt von Amsterdam nach Brussel. Baarle ... das ist doch dieser Ort, durch den die niederländisch-belgische Landesgrenze direkt hindurch verläuft. Und in demes deswegen alles doppelt gibt, vom Burgermeister uber das Postamt bis hin zum Telefonnetz. Unfassbar. Was fur ein Aufwand. Was das kostet. Dass es sowas nochgibt, mitten in Europa, wundert sich Bernd. Da hat er recht, aber irgendwie passt das auch zu Belgien. Denn so klein der 11-Millionen-Staat auch ist, so sehr er mit Brussel als inoffizieller europäischer Hauptstadt den Gedanken der offenen Grenzen verkörpert, so festgefahren scheinen alte Abgrenzungen. Belgien teilt sich nämlich in drei Sprachgemeinschaften (niederländische, französische, deutsche), sowie drei Regionen (Flandern, Wallonien und Brussel), die selbstständig verwaltet und regiert werden. Das Handelsblatt schrieb 2012 in einem Bericht uber Flandern, die Region sei wegen der kulturellen Unterschiede auf engem Raum ein beliebter Testmarkt fur Autokonzerne; auch die Weltmarke Coca-Cola entwickelt und testet im dortigenMini-Universum Softdrinks, bevor sie damit die Welt begluckt. Wer ein einheitliches Belgien sucht, tut sich also schwer......Leseprobe: Meine 22. Reisestation - Dänemark, Kopenhagen. Sowohl-als-auch, anstatt Entweder-oder Hier sieht alles so gut aus! Stylische Mode, puristische Burokomplexe, Kopenhagen ist definitiv eine hervorragend designte Stadt. Aber dabei gar nicht so klar, wie sie anfangs wirkt, sondern auf den zweiten Blick voller Widerspruche, was beispielsweise die Vorzeige-Aussteiger von Christiania, die dänische Sozial- und Asylpolitik und das Rosinenpickenbei EU-Belangen betrifft.Oktober 2012. Ooh, wir beneiden dich! Mit diesen Worten haben mich meine Designer-Tochter und ihr Designer-Papa heute am frühen Morgen ins Land des guten Designs verabschiedet. Und das liegt ja nun von meinem neuen Zuhause im Norden Deutschlands so nah! In Hamburg in den Zug einsteigen, mit der Fähre uber die Ostsee schippern, knapp vier Stunden später betrete ich Kopenhagener Bahnhofsboden. Und damit völliges Neuland, denn ich kenne keines der skandinavischen Länder und platze fast vor Neugier, ob ich auf meiner Reise durch Dänemark, Schweden und Finnland als Pendant zu meinen Drei baltischen Schwestern möglicherweise den Drei nordischen Brudern begegnen werde. Und ob hier tatsächlich alle groß, blond undblauäugig sind und nackt an ihren Stränden baden. Bei meinen Reisevorbereitungen fiel mir auf, dass ich zuhause einige dänische Kassenschlager besitze. Nein, kein Was-auf-die-Ohren-Klangerlebnis von Bang& Olufsen. Aber Bernd trägt eine schlichte Skagen-Uhr, ich lese am liebsten auf einem Stuhl des jungen dänischen Möbellabels Hay und erkunde in meinen superbequemen Ecco-Lieblings-Sandalen Europa, und gemeinsam mit unseren drei Enkelkindern erbauen wir mal eben die Welt neu, naturlich mit Lego. Und weil ich auch als Oma up to date bleiben will, finden sich im Regal zwei Bucher von Jesper Juul, dem dänischen Familientherapeuten und Messias der aktuellen Elterngeneration. Auch wenn ich jetztnicht mehr furs Erziehen zuständig bin sondern einzig furs Liebhaben, mag ich seine pragmatischen pädagogischen Tipps. Wie den, dass man sich um die ungehorsamen Kinder nicht sorgen muss, sondern eher um die gehorsamen. Das hätten mal meine Eltern wissen sollen. Scheint so, als hätten die Dänen ihrem Jesper Juul gut zugehört. Denn das eigentlichals tolerant, locker und liberal geltende Völkchen entwickelt sich zusehends zum aufmupfigen Mitglied in der Europäischen Unionsgemeinschaft.Das Land das für sein gutes Design weltbekannt ist, designte sich 1973 auch seinen Beitritt zur europäischen Union nach eigenem Gutdunken. Die zu Dänemark gehörenden Färöer Inselnblieben außen vor, die Insel Grönland trat erst mal ein, dann wieder aus, der Euro wurde abgelehnt und Ausnahmeregeln fur Justiz und Verteidigung erwirkt. Jungst ging ein Raunen durch Europa, als die Dänen dann auch noch am Fundament derEU, der Reisefreiheit, ruttelten und wieder Zollkontrollen an den Grenzen zu den EU-Ländern Deutschland und Schweden einfuhrten. Rein, raus, auf, zu sind die Dänen in einer Trotzphase? Intolerant? Pragmatisch? Oder haben sie Angst, diesozialen Errungenschaften ihres Wohlfahrtsstaates zu verlieren? Oder bin am Ende gar ich intolerant, wenn ich so ein Rosinenpicken auf Kosten des europäischen Gemeinwohl-Gedankens nicht gut finden kann? Na, dann wollen wir uns mal selbst einen Eindruck verschaffen.Am nächsten Morgen schlendere ich entlang des Wassers von der Ostersogade Richtung Innenstadt. Hotelbauten, Burokomplexe, Königliches Theater, blitzblank, sauber, ein einziger ästhetischer Augenschmaus. Es ist noch fruh am Morgen, nur langsam setzt der ubliche Buroverkehr ein. Am Tivoli, Kopenhagens beruhmtem Vergnugungspark, warte ich an einer Ampel auf Grun. Auf der gegenuberliegenden Straßenseite fällt mir eine ordentlich gekleidete ältere Frau mit kurzen Haaren auf, die unsicher um sich blickt.....
Inhalt
Einleitung: Auf der Suche nach meinem EuropaWer nichts weiß muß alles glauben: Eckdaten zu Europa 1. Niederlande, Amsterdam: Ohne Eile einen Schritt voraus2. Belgien, Brüssel: Vive la mixité!3. Luxemburg, Luxemburg: Mir wëlle bleiwe wat mir sinn4. Kroatien, Zagreb: Ein Blick zuruck und zwei nach vorn5. Slowenien, Ljubljana: Im Reich der Feingeister und Grottenolme6. Österreich, Wien: Mein Lieblingskleid, das kneift7. Ungarn, Budapest: Wo Gulasch gar nicht Gulasch heißt8. Slowakei, Bratislava: Verregnete Annäherung9. Tschechien, Prag: Gänsehautmomente in der Goldenen Stadt10. Italien, Rom: Glaube, Liebe, Hoffnung11. Rumänien, Bukarest: Draculas Blumenkinder12. Bulgarien, Sofia: Die Preußen vom Balkan13. Lettland, Riga: Die Prachtvolle14. Estland, Tallinn: Die Nordische15. Litauen, Vilnius: Die Multikulturelle16. Polen, Warschau: Keine Polenwitze, bitte!17. Deutschland, Berlin: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin18. Vereinigtes Königreich, London: Von Finanzjongleuren und AbsatzakrobatinnenZwischenkapitel :Tausche Bergidylle gegen den Fluss des Lebens19. Frankreich, Paris: Lamour, lamour, toujours lamour20. Malta, Valletta: Uhren, die anders ticken21. Irland, Dublin: Entweder die Tapete geht, oder ich22. Dänemark, Kopenhagen: Sowohl-als-auch anstatt Entweder-oder23. Schweden, Stockholm: Wo jeder das Recht hat, zum See zu spazieren24. Finnland, Helsinki: Handys im Pelzmantel25. Portugal, Lissabon: Lass mich dein Wasser kussen26. Spanien, Madrid: Olivia sorgt fur dich27. Zypern, Nikosia: Weltoffene Wiege der Gastfreundschaft28. Griechenland, Athen: Funkelnde Sterne uber der AkropolisRésumé Vom Wackelpudding zur GewissheitEin herzliches DankeschönLiteratur- und Linkverzeichnis
Schlagzeile
Buch Im Herzen Europäer+ erzählt aus dem bunten Alltag von Menschen in 28 EU-Hauptstädten,+ schenkt einen kleinen, feinen Einblick in Kultur und Wirtschaft in 28 modernen EU-Ländern,+ blickt auf Einzigartiges und Alltägliches, jenseits von Schlagzeilen und Reiseführern, + inspiriert für modernes Reisen mit Tuchfühlung,+ vermittelt ...
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