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Germania

Lateinisch/Deutsch, Dt/lat, Reclams Universal-Bibliothek 14305

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783150143056
Sprache: Deutsch
Umfang: 200 S.
Auflage: 1. Auflage 2022
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Trostlos, schaurig, scheußlich und darüber hinaus noch ziemlich windig: So beschrieb der Römer Tacitus vor bald 2000 Jahren Germanien. Seine Bewohner seien Kälte und Hunger gewöhnt, sie hätten blaue Augen, seien groß gewachsen, und ihr Haar schimmere rötlich. In seiner Schrift 'Germania' beschreibt Tacitus darüber hinaus die Kultur und Religion der Nordbewohner, ihre Stammesstruktur, wie sie wohnen und sich ernähren, ihre Kinder erziehen oder auch, welche Bodenschätze es bei ihnen gebe. Eine einzigartige und unschätzbare Quelle für die deutsche Geschichte. Die zweisprachige Ausgabe enthält eine Neuübersetzung mit reichen Erläuterungen, Verzeichnis der Eigennamen und Nachwort, das sowohl die Inhalte der Schrift selbst beleuchtet als auch die Rezeption bis in die Neuzeit. Das ideale Arbeitsinstrument für Historiker und historisch Interessierte.

Autorenportrait

Tacitus (Publius [oder Gaius] Cornelius Tacitus, um 55 n. Chr. - um 117/120 n. Chr.) ist einer der berühmtesten Historiker und Politiker der frühen römischen Kaiserzeit. Er brachte es in seiner politischen Karriere zum Konsul und verwaltete im Prinzipat Trajans die Provinz Kleinasien. Er gilt als scharfer Beobachter und wortgewaltiger Stilist. In 'Agricola' setzt er seinem Schwiegervater Gnaeus Iulius Agricola, der maßgeblich an der Eroberung Britanniens mitwirkte, ein literarisches Denkmal. 'Germania' ist Tacitus' Statement zur verkommenen römischen Gesellschaft, in der die Germanen, trotz einiger Schwächen, zum positiven Gegenbild stilisiert werden. Ähnlich kritisch geht er in 'Dialogus de oratoribus' ('Dialog über die Redner') mit der zeitgenössischen Rhetorik ins Gericht. Seine darauffolgenden geschichtlichen Aufarbeitungen 'Annales' ('Annalen') und 'Historiae' ('Historien') sind detailreich und geprägt von seiner Affinität für sprachliche Zuspitzung. In ihnen werden Kaiser wie Galba, Domitian oder Nero oder Denker und Dichter wie der Philosoph Seneca, der Poet Lukan oder der Senator Petron zu Galionsfiguren ihrer Zeit stilisiert.